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Demokratiebegleiter/-innen rufen zur Landtagswahl auf


Am 14. März ist die Landtagswahl in Baden-Württemberg. Auch wenn die Wahl in einer schwierigen Zeit stattfindet – die Corona-Krise lässt grüßen – ist es dennoch wichtig, dass wir unsere Stimme abgeben. Die Demokratiebegleiter/-innen rufen Sie zur Wahl auf, vielleicht nutzen Sie ja wegen Corona dieses Mal die Möglichkeit der Briefwahl.

Die Demokratiebegleiter/-innen haben den Parteien neun sozialpolitische Fragen gestellt. Das Dokument finden Sie hier.

Wenn Sie unsicher sind, wen Sie wählen sollen, dann können Sie auch den Wahl-O-Mat nutzen, um Ihre politischen Meinungen mit den Positionen der kandidierenden Parteien zu vergleichen. Sie finden ihn hier.

Warum die Demokratiebegleiter/-innen zur Wahl gehen, erklären sie hier:
 

Ernst Peter

Eine Demokratie kann man mit einem menschlichen Körper vergleichen:

So wie die einzelnen Glieder des Körpers am Leben des ganzen Körpers beteiligt sind, so lebt auch eine Demokratie von der Beteiligung der einzelnen Mitglieder des Volkes.

Für mich ist es wichtig, dass ich mehrere Möglichkeiten nutze, um ein lebendiges Mitglied der Demokratie, in der ich lebe, zu sein.

In einer guten Demokratie gibt es auch die Möglichkeit der Stimmenthaltung.

Aber man sollte sich zumindest ausreichend über die jeweilige Abstimmung informieren, um eine wohlbegründete Entscheidung zu treffen.

Ernst Peter
 
Rafael Magiera



Warum ich wähle?

Meistens wähle ich, weil mir bestimmte Punkte der Wahlversprechen wichtig sind und ich diesen mit meiner Stimme mehr Gewicht geben will.

Rafael Magiera

 
Gülsüm Üzüm



Warum ich wähle?

Wählen gehen ist ein Privileg, auch zählt jede Stimme und ohne die Stimme der Bürger funktioniert unser demokratisches System nicht; darüber hinaus übernehme ich mit meiner Stimme Verantwortung.

Gülsüm Üzüm
 
Sonja Gaidusch


Auch wenn es sich um eine Landtagswahl handelt, entscheide ich dieses Mal bundespolitisch: Zum einen macht die Regierungskoalition eine schlechte Corona-Politik, die Opposition positioniert sich hierzu nur sehr zurückhaltend. Zum anderen gibt es immer noch keine befriedigende Wahlrechtsreform. Wen soll man da wählen, selbst wenn man aktuell dadurch ein Protestwähler ist? Gar nicht wählen zu gehen, kommt aber auf gar keinen Fall in Frage, weil dadurch die rechten Parteien unterstützt werden.

Sonja Gaidusch
 
Robert Matanovic
  1. Ich wähle, weil ich meine politische Meinung mit einbringen will.
     
  2. Ich wähle, weil ich mich in der Politik der BRD vertreten sehen will.
     
  3. Ich wähle, weil sich hoffentlich mal etwas bei uns ändern soll.
     
  4. Ich wähle, weil ich mich eigentlich nur, wenn ich gewählt habe, über eventuell nicht eingehaltene Wahlversprechen beschweren darf.
     
  5. Ich wähle, weil ich nicht möchte, dass der Stimmenanteil der Opposition im Verhältnis zum Anteil aller Wähler durch die Nichtwahl größer wird.

Robert Matanovic
 
Andreas Kraft


Ich gehe zur Wahl, weil ich zum Funktionieren einer lebendigen, aktiven Demokratie beitragen will. Ebenso will ich von meinem Wahlrecht Gebrauch machen, um die Partei, die ich wähle, zu unterstützen. Wählen bedeutet ja auch, sich Gedanken zu machen, wie meine Umwelt gestaltet werden soll. Insofern also eine Mühe, die zu machen sich auf jeden Fall lohnt.

Andreas Kraft

 
Chafa Bouslimani


Zur Landtagswahl zu gehen, ist für mich eine wohltuende Selbstverpflichtung, die mich an die Geschichte des Kolibris erinnert. Bei einem Waldbrand nahm der Kolibri 100 Mal einen Tropfen Wasser in seinen Schnabel und ließ 100 Mal den Tropfen über dem Feuer fallen. Andere Tiere sagten belächelnd und missbilligend: „Das Feuer ist zu groß.“ Aber er machte weiter und weiter und erklärte: „Ich tue das, was ich kann.“

Chafa Bouslimani

 
Friedrich Kern

Wählen hat keinen Sinn“ – „Die machen doch, was sie wollen“. Solche Sätze gehen mir manchmal durch den Kopf.

Wählen bin ich dann doch immer gegangen. Das Recht zu wählen ist zu kostbar, um es nicht zu nutzen. Ich denke dann an die vielen Menschen weltweit, die nicht wählen dürfen oder nur mit Hindernissen, die bedroht oder sogar ermordet werden, nur weil sie wählen oder gewählt werden wollen. Wie einfach dagegen wird uns das Wählen gemacht. Außerdem bin ich froh, dass sich Menschen politisch engagieren.

Da ist es nicht zu viel verlangt, sich zu informieren.

Schließlich: Wer nicht wählt, überlässt die Entscheidungen einfach anderen – im schlimmsten Fall denen, die mit Demokratie und Rechtsstaat gar nichts am Hut haben. Das will ich ganz sicher nicht.

Und deswegen wähle ich – trotz allem.

Friedrich Kern

 
 

Wer seine Pflicht zu wählen nicht wahrnimmt, muss sich mit den Entscheidungen der anderen abfinden und darf nicht motzen.

Christian Mrazek

 


Demokratiebegleiter/-innen


Wozu gibt es uns?

Das Projekt „Demokratiebewusstsein stärken“ setzt sich zum Ziel, politisches und demokratisches Bewusstsein bei Menschen in prekären Lebenslagen – durch Aktionen, niederschwellige Informationsvermittlung und Veranstaltungen – zu fördern und allgemein zu mehr demokratischer Teilhabe anzuregen.
Denn immer weniger Menschen, die sich in prekären Lebenslagen wie Langzeitarbeitslosigkeit befinden, gehen zur Wahl oder engagieren sich politisch. Die Demokratie gerät so in eine Schieflage. Durch die geringe Wahlbeteiligung werden deren Interessen von der Politik weniger berücksichtigt, mit der Folge, dass diese sich noch weniger von der Politik vertreten fühlen.
Wo sinnvoll, werden die Bildungsangebote der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Bundeszentrale für politische Bildung, des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg u.a. genutzt.

 

Unsere Angebote

Die Angebote werden von Demokratiebegleiterinnen und -begleitern organisiert und betreut, die selbst Erfahrungen mit Langzeitarbeitslosigkeit haben und im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit beschäftigt sind.
Das grundliegende Ziel hierbei ist, die Teilnehmenden zu ermutigen, ihr Recht auf demokratische Teilhabe wahrzunehmen.


Unsere Flyer als Download:
    ● Flyer-Demokratiebegleiter/-innen
    ● Flyer-Demokratiebegleiter/-innen-Einfache-Sprache